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BERGE >> ABETONE

ABETONE

Das 1388 m hoch gelegene Abetone ist das "Herz" des bekanntesten und bestens ausgestatteten Skizentrums Mittelitaliens und ist von atemberaubend schoenen Berggipfeln mit dichten Nadelwaeldern umgeben. Im Winter ist Abetone das Mekka der toskanischen Wintersportfans, waehrend im Sommer hier Erholungsuchende in direktem Kontakt mit der unberuehrten Natur Urlaub machen und zahlreiche Sportarten in frischer Luft betreiben koennen.
Abetone verdankt seinen Namen einer enormen Tanne - abete - , die im 18.Jh. abgeholzt werden musste, um die Via Modenese zu errichten.
Die erste Ansiedlung entwickelte sich an der Baustelle der Verbindungsstrasse nach Modena. Aber diese Gegend war schon zu Zeiten der Roemer bewohnt, die die strategisch gelegenen Uebergaenge zwischen dem Norden und dem Sueden Italiens haeufig benutzten. Im Jahre 1732 begannen auf Anlass der Grossherzoege der Toskana die Arbeiten fuer eine neue Verbindungsstrasse zwischen Pistoia und der Emilia Romagna: mit der Eroeffnung der Via Modenese entstanden in Abetone Haeuser und Gasthoefe, Werkstaetten und Lokale. In den umliegenden Waeldern des Grenzlandes zwischen dem Grossherzogtum der Toskana, der Republik Lucca und des Herzogtums Modena versteckten sich und lebten Banditen und Fluechtlinge, aber auch etliche Eremiten.
Nach einer tiefen Krise, die auf die italienische Einheit folgte, erlebte Abetone dank der ersten Touristen, die zu Beginn des 20.Jh.s seine Schoenheit entdeckten, einen neuen Aufschwung. Die adeligen, italienischen Familien entdeckten den Urlaub in den Bergen, und in den Dreissiger Jahren begannen die Arbeiten fuer ein grosses Skigebiet mit Hotels, Pisten und Liften. Die Arbeiten wurden leider durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrochen und erst viele Jahre spaeter wieder aufgenommen, dank des Ruhmes von aus Abetone stammenden Skilaeufern wie Zeno Colò.
In der Umgebung von Abetone sollte man dem Ortsteil Boscolungo an der Grenze zur Emilia einen Besuch abstatten: hier wurden zwischen 1778 und 1781, zur Zeit des Baus der Via Modenese, ein Gasthof, eine Post- und eine Zollstelle errichtet. Nur die zu einem Hotel umgebaute Post ist noch heute erhalten. Einige Jahre nach der Eroeffnung der Via Modenese wurde die Kirche San Leopoldo von Boscolungo errichtet. Diese schlichte, nach dem Heiligen Leopold genannte Kirche - als Ehrerbietung des Grossherzogs der Toskana - wurde 1784 der Oeffentlichkeit uebergeben.
Als Zeugnis der Grenzfunktion von Abetone bleiben die beiden Pyramiden erhalten, die zur Eroeffnung des Passes des Abetone errichtet wurden. Eine wurde unter die Jurisdiktion des Herzogtums Modena, die andere unter die der Toskana gestellt. Die beiden, von toskanischen Meistern aus Stein errichteten und mit Marmor verzierten Pyramiden bildeten die Grenze zwischen den beiden Staaten.
Son Abetone erreichen Sportfans und Naturfreunde leicht zahlreiche fuer sie ideale Orte, sowie leichte Wanderwege und technisch anspruchsvollere Pfade. Ganz einfach gelangt man zum "Belvedere von Abetone" oberhalb der Siedlung Regine, von wo man ein atemberaubendes Panorama ueber das Sestaione Tal geniessen kann. In Abetone befindet sich ausserdem der botanische Garten der Forstmeisterei, an dem einer der 5, vom Oekomuseum der Montagna Pistoiese eingerichteten, Wege endet. Von Boscolungo kommt man nach einem halbstuendigen Spaziergang nach Monte Maiori, einr Hochebene mit einem herrlichen Panorama auf das Tal Val di Fiumalbo und die Bergkette des Cimone
Nach weiteren zwei Wanderstunden erreicht man den Gipfel Libro Aperto mit seinem wunderschoenen Blick. Wer noch Kraft hat, kommt nach weiteren 2 Stunden auf dem 2165 m hohen Gipfel des Berges Cimone an, dem hoechsten Berg des toskanisch-emilianischen Apennins. Auch das Tal Val di Luce, ein Paradies fuer alle Skifahrer, aber auch ein sehr beliebtes Ziel mit einem weitgefaecherten Angebot waehrend der Sommermonate, befindet sich in unmittelbarer Naehe. Der aussergewoehnliche Reichtum an Wasser zeigt sich in den vielen verstreut in der Val di Luce liegenden kleinen Seen, die im Winter zufrieren und besondere Lichteffekte bieten, welche dem Tal seinen Namen verleihen. In den Dreissiger Jahren des 20.Jh.s entwarf der Ingenieur Lapo Farinati aus Abetone einen grossartigen Plan, um das Tal Val di Luce in einen Touristenort fuer Sportbegeisterte zu verwandeln. Aber die Arbeiten wurden vom Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrochen, und von den grossen Plaenen Farinatis bleibt heute nur ein nach ihm benanntes Hotel, das auf 1700 m auf einem Felsvorsprung errichtet wurde.





















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