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BERGE >> ABETONE

LA NATURA

Im Herzen der herrlichen, dichten Tannen-, Laerchen- und Foehrenwaelder des Abetone des Abetone befindet sich der botanische Forstgarten, der ein Waldgebiet und einen kleinen Felsengarten umfasst. Hier werden die fuer diesen Teil der Toskana typischen Pflanzen vor dem Aussterben bewahrt. Der botanische Garten liegt auf einer Hoehe zwischen 1270 und 1300 m im oberen Teil des Sestaione-Tals und bietet vielen autochthonen Pflanzenarten Schutz.
Der felsige und kalkhaltige Abschnitt dieser Naturoase beherbergt auch Pflanzen aus anderen Gegenden, wie die seltene Vedovella, die auf den Felsen des Balzo Nero und der apuanischen Alpen beheimatet ist. Zwischen den Felsen gedeihen fuer die Waelder und die Weideflaechen des Apennin typische Pflanzen, wie der Enzian, die Glockenblume, Primeln, Rhododendren und Orchideen. Durch den Park schlaengeln sich drei Rundwege, auf denen man den wunderschoenen, intakten Wald erkunden kann.
Unweit des botanischen Gartens, auf der rechten Seite des oberen Sestaione-Tals, kann man ausserdem das Naturschutzgebiet von Campolino, besuchen, das zur Bewahrung der einzigen heimischen Exemplare der Rottanne des toskanisch-emilianischen Apennins eingerichtet worden ist. Dieses Naturreservat erstreckt sich auf einer Hoehe zwischen 1400 und 1850 m und beherbergt einige sehr seltene Pflanzenarten. Der "Protagonist" dieser Reserve bleibt aber die Rottanne, die einst in den Alpen, dem Apennin und den Bergen Zentraleuropas sehr verbreitet war, heute aber vom Aussterben bedroht ist. Die Oase von Campolino wurde 1972 zum Schutz der Rottanne errichtet und kann heute auf, von der Forstmeisterei des Abetone organisierten, gefuehrten Besuchen erkundet werden.
Die schoenste Art, die Naturschoenheiten der Pistoieser Berge zu geniessen, ist ein Spaziergang entlang der sechs vom Oekomuseum eingerichteten Pfade, die die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt im Laufe der Jahrhunderte dokumentieren. Der "gruene" Rundweg fuehrt durch die Naturreserven des Abetone und durch die von Campolino. Das Oeko-Museum der Montagna Pistoiese hat zur Vervollstaendigung auch einen didaktischen Bereich in Fontana Vaccaia (Abetone) eingerichtet, wo wissenschaftliche Forschungen und Dokumentationen abgehalten werden koennen. Der "Rundweg des Eises" bietet einen Sprung zurueck in die Vergangenheit des Tals des Reno, wo die Herstellung von Natureis die Haupterwerbsquelle zwischen dem Ende des 18. und Mitte des 20.Jh.s darstellte.
Der Weg fuehrt zu den Ortschaften Pracchia und Le Piastre, die fuer die Herstellung von Eis und fuer die sogenannten "ghiacciaie", historische Gebaeude fuer die Eisaufbewahrung beruehmt waren. Auf dem vom Oeko-Museum angelegten Rundweg kann man auch die Techniken beobachten, die zur Eindaemmung des Reno noetig waren: das Wasser wurde in Seen umgeleitet, wo im Winter durch das natuerliche Gefrieren Eis hergestellt wurde. Ein idealer Ort, um die "Kultur des Eises" zu erleben, ist die "Ghiacciaia della Madonnina", unweit vom Ort Le Piastre. Die gelungene Restaurierung des Komplexes zur Eisherstellung ermoeglicht einen Einblick in das System von Sperren, Graeben und Seen, die zum Teil noch heute aus didaktischen Zwecken in Betrieb sind. Von der "Ghiacciaia della Madonnina" fuehrt der "Weg des Eises" bis nach Pracchia, wo sich der didaktische Teil des Oekomuseums befindet, den man nach vorheriger Absprache besichtigen kann.
Nach Pracchia fuehrt auch der "Weg des Eisens" cder die bluehende Produktion und Verarbeitung des von der Insel Elba stammenden Materials illustriert. Der Reichtum an Wasser und Holz beguenstigte schon seit dem 15. Jh. die Entstehung von fruehindustriellen Betrieben fuer die Eisenbearbeitung; eine Entwicklung, die in den Eisenhuetten endet, wo aus diesem Material Werkzeuge und Gebrauchsgegenstaende hergestellt wurden. In Pracchia befindet sich die 1952 stillgelegte Eisenhuette Sabatini, die spaeter von den Besitzern der Provinz von Pistoia uebergeben wurde, welche hier ein Museum einrichtete. Hier werden antike Werkzeuge und Dokumente ausgestellt, die die Entwicklung der Eisenhuetten von der Zeit der Grossherzoege bis hin in unsere Zeit zeigen. In der ehemaligen Schule des nahen Ortes Pontepetri befindet sich ein Info-Point, der an Hand von Nachbildungen, Zubehoer, Dokumentationen und Vorfuehrungen von Filmen genauere Informationen ueber diese Gegend liefert.
Das "Weg der sakralen Kunst und der Religioesitaet" fuehrt zu allen Pieven, die seit dem hohen Mittelalter entlang der Hauptverkehrswege ueber den Apennin entstanden sind. Wallfahrtskirchen bildeten seit jeher das Herz der ersten Ansiedlungen, die sich um die Mauern der Kirchen entwickelten. Von besonderem Interesse sind die der Jungfrau Maria geweihten Pieven, unter denen die Pieve Santa Maria Assunta di Popiglio hervorsticht, in der heute eine interessante Abteilung des Dioezesanischen Museums sakraler Kunst von Pistoia untergebracht ist. Hier kann man lithurgische Gegenstaende, Goldschmiedekunstwerke, Gemaelde und Skulpturen bewundern. Neben der Kirche sollte man ausserdem das aus dem 16. Jh. stammende Kloster der dominikanischen Schwestern und die didaktische Abteilung des Museums besuchen. Auf dem Rundweg der kirchlichen Gebaeude kommen Besucher auch mit einer anderen, spontaneren Form der volkstuemlichen Religioesitaet in Beruehrung: den Tabernakeln. Die der "Madonna" geweihten Tabernakel liegen an den Wegen, die die bedeutendsten Zeugnisse sakraler Architektur und die landschaftlich und geschichtlich interessantesten Orte verbinden.
In Rivoreta - im Gemeindebereich von Cutigliano - sollte man das originelle und eindrucksvolle Museum der Bevoelkerung des Apennins von Pistoia besichtigen, in dem eine vielseitige Dokumentation das Leben der toskanischen Gebirgsbevoelkerung illustriert. Das Museum und der "Rundweg des taeglichen Lebens", die vom Oekomuseum eingerichtet worden sind, bieten Besuchern die aussergewoehnliche Moeglichkeit, mit dem Leben der Gebirgsbevoelkerung des toskanischen Apennins bis in die Fuenfziger Jahre des 20. Jh.s in Kontakt zu kommen. Man erhaelt einen Einblick in die Besonderheiten des Lebens im Gebirge, entdeckt das taegliche Leben der Bevoelkerung, von der Arbeit bis hin zur Kueche, von der Folklore bis zur Religioesitaet. Jedes Jahr am letzten Sonntag im Juli, zum "Tag des lebendigen Museums", stellt die Bevoelkerung des Apennins von Pistoia ihre Traditionen und ihre Kultur den Besuchern vor. In der Gemeinde von Sambuca Pistoiese liegt das Zentrum des "Weges der Steine", der an eine schon im 7.Jh. bluehende Tradition erinnert. In Sambuca erlernten die Handwerker schon vor Jahrhunderten die Kunst des
Abbaus, der Bearbeitung und des Gebrauchs von Steinen. Der von den Handwerkern von Sambuca bearbeitete Stein "pietra serena" diente zum Bau von Haeusern und Staellen fuer Tiere, Gegenstaenden fuer die Verarbeitung von Kastanien und anderen Produkten des Waldes, Verteidigungsanlagen und Dekorationen ziviler und religioeser Gebeude.
Die herrschaftlichen Gebaeude von Florenz und vielen anderen toskanischen Staedten sind mit Verzierungen aus "pietra serena" der Handwerker des Apennins von Pistoia besetzt. Das Oekomuseum hat drei Rundwege eingerichtet, die es Touristen ermoeglichen, die Zeugnisse dieser fuer die Bearbeitung des Gesteins beruehmten Orte zu bewundern. Der erste Rundweg beginnt und endet in Pàvana und folgt der gepflasterten Via Francesca dalla Sambuca bis zum Schloss, wo man das Wehrsystem der mittelalterlichen Sambuca sieht, von dem heute noch Teile der Mauern und der Wehrtuerme erhalten sind. Der zweite Weg fuehrt zu den Siedlungen Torraccia und Torri, wo man die groessten Steinbrueche der Gegend besichtigen kann. Der "Weg des Treppio und des Limentrella-Tales" beruehrt mittelalterliche Orte, Bruecken aus Stein, antike Muehlen und Tabernakel. Fuer alle weiteren Informationen steht Ihnen das Oekomuseum im Palazzo Achilli in Gavinana jederzeit gerne zur Verfuegung.





















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