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ABBADIA SAN SALVATORE
Das auf derselben Hoehe wie Radicofani gelegene Abbadia San
Salvatore bietet den Besuchern eine sehr gut erhaltene Altstadt,
die in zwei unabhaengige Teile getrennt ist: die Burg und den antiken
Borgo mittelalterlichen Ursprungs. Der aelteste Teil des Ortes ist
der noerdliche und hoechste Teil des Ortes, waehrend sich weiter
suedlich die Burg befindet. Noch weiter unterhalb erstreckt sich
der Borgo, die letzte mittelalterliche Ausdehnung der Altstadt.
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Der
antike Ortskern von Abbadia San Salvatore ist das eindrucksvollste
Beispiel der Gegend Amiata von einem Ort, der sich um ein Kloster
entwickelt hat. Um das Kloster zu verteidigen, wurde im 12.Jh. die
Burg erbaut, um die sich spaeter das Leben des Ortes abspielte. Der
mittelalterliche Kern von Abbadia San Salvatore liegt etwas von der
Abtei entfernt und bietet eine wahrlich bezaubernde Atmosphaere: enge,
mit Steinen gepflasterte Gassen, kleine Fenster mit blumenbestandenen
Balkons, Boegen und Treppen, die bis zu den Toren der Burg fuehren.
Nahe der Burg befinden sich auch die Kirche Santa Croce, deren
moderne Fassade den Bau aus dem 13.Jh. versteckt, der Palazzo del
Podestà und der Palazzo del Popolo. Zwei Tuerme ueberragen
die Burg von Abbadia San Salvatore und die sechs noch erhaltenen Tore
zeugen von der Existenz maechtiger Wehrmauern. Im Inneren der Abtei
ist ein kleines Museum sakraler Gegenstaende eingerichtet worden,
wo man einige Stuecke von unschaetzbarem Wert bewundern kann, wie
die aus dem Orient stammende, sogenannte "Casula di San Marco
Papa" aus dem 9. Jh. . Weitere Kunstwerke des Museums von Abbadia
San Salvatore sind ein aus Irland stammendes Kaestchen des 8.Jh.s
und eine Bueste San Marcos aus dem Jahr 138 n.Chr..
Freunde religioeser Architektur sollten unbedingt auch den
"neuen" Ortsteil von Abbadia San Salvatore besuchen. wo
die aus dem 16.Jh. stammende Kirche Madonna del Castagno mit ihren
vielen Fresken und die malerische Kirche San Leonardo aus dem 13.Jh.
gleich ausserhalb der Mauern zu einem Besuch einladen. Ein schoener
Spaziergang entlang der Strasse, die vom Ort auf den Gipfel des Amiata
fuehrt, laesst Besucher die Grotte dell'Arciere entdecken: in einer
Felsspalte erkennt man eine kleine schwarze Figur mit der Form eines
mit einem Bogen bewaffneten Jaegers - diese geht auf 5000 - 3000 Jahre
vor Christi zurueck. In der Naehe von Abbadia San Salvatore, wie auch
nahe von Radicofani und Castiglione d'Orcia, sind einige Abschnitte
der original gepflasterten Strasse Via Francigena erhalten. Diese
strategisch wichtige Strasse verband die Toskana mit dem Lazio.
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