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DIE GASTRONOMIE
Die Gastronomie der apuanischen Alpen zeugt von der extremen
Armut, die waehrend der letzten Jahrhunderte im gesamten toskanischen
Hinterland herrschte: es ist eine einfache, "arme" Kueche,
die auch aus den einfachsten Zutaten, wie den Fruechten des Waldes,
wahre Meisterwerke der Kochkunst zauber.
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Wie
im restlichen Teil der Toskana ist das auf den Huegeln zwischen den
apuanischen Gipfeln und dem Kuestenstreifen der Versilia hergestellte
kaltgepresste Olivenoel die einzige Wuerze vieler Gerichte.
Ein wichtiger Bestandteil zahlreicher typischer Speisen sind
Esskastanien, die entweder ganz oder als Mehl verwendet werden. Frueher
war das Mahlen der Kastanien zu einem weisslichen, suessen Mehl die
beste Art, diese zu konservieren und sich in den langen Wintermonaten
davon zu ernaehren. Die Polenta aus Kastanien mit Knochen und Schweinerippchen
war das typische Wintergericht der apuanischen Alpen und der Garfagnana
- heute ist es eine Delikatesse, die man nur schwer ausserhalb der
nordwestlichen Toskana findet.
Dasselbe gilt fuer die hausgemachten Tortelli und die Suppen,
die oft aus dem heimischen, schmackhaften Zweikorn zubereitet werden.
Der wuerzige Geschmack des Specks "lardo di Colonnata" (hier
findet man den originalen und nicht eine der vielen Imitationen aus
den Regalen der Supermaerkte) und der von den Hirten auf althergebrachte
Weise hergestellten Kaesesorten werden auch anspruchsvollste Feinschmecker
zufriedenstellen. Versaeumen Sie auf keinen Fall die koestlichen Pilzsossen
und, je nach Jahreszeit, die aus Waldfruechten hergestellten Desserts.
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