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BERGE >> APUANE

DIE NATUR:
DAS NATURSCHUTZGEBIET
"PARCO REGIONALE DELLE ALPI APUANE"


Die vom Marmorabbau verschont gebliebenen Gebiete, wo die Waelder noch intakt erhalten sind, wurden 1985 mit der Gruendung des Naturschutzgebietes Parco Regionale delle Alpi Apuane unter Naturschutz gestellt.
Im Inneren dieses Parks befinden sich die schoensten Ecken der "Alpi Apuane", dieser, trotz ihrer geringen Hoehe (der hoechste Gipfel, der Monte Pisanino, erreicht 1946 m), mit dem "Titel" Alpen ausgezeichneten Berge, deren steile Gipfel und senkrechte Felswaende an die Dolomiten erinnern. Praehistorische Ansiedlungen und Almen, Einsiedeleien und Pieven, Fluesse und Seen, schattige Waelder reich an Fruechten: das sind nur einige der Schaetze der "Apuane", die man auf einem Urlaub im Park entdecken kann.
Das Herz der apuanischen Alpen besteht aus wertvollem weissen Marmor: das "weisse Gold" der Apuane, ein unterirdischer Schatz von unschaetzbarem Wert macht den westlichen Teil der Toskana zu der an Marmor reichsten Gegend der Welt. Aber der Untergrund der apuanischen Alpen haelt noch weitere Ueberraschungen bereit: allen voran eine unglaubliche Fuelle von Hoehlen, Untiefen, Grotten und Oeffnungen, die sich als Konsequenz eines aeusserst seltenen geologischen Vorfalls formten.
Vor etwa 220 Millionen Jahren begann sich der Kalk des apuanischen Untergrundes zu erhaerten und bildete so immer dickere Schichten. Vor "nur" 20 Millionen Jahren liess eine maechtige Eruption die Gebirgskette an die Erdoberflaeche treten und setzte so die einst unterirdischen Felsen der Erosion der Witterungseinfluesse aus: das Kalkmaterial liess sich leicht formen und einritzen. So bildete sich ein ausgedehntes und komplexes Becken von Karsthoehlen - das groesste Europas -, das heute zu einem bevorzugten Ziel fuer Spelaeologen aus vielen Laendern geworden ist. Dieses eindrucksvolle Labyrinth von Hoehlen und Gaengen hat einzigartige Morphologien hervorgerufen, wie die Hoehle Antro del Corchia die mit mehr als 60 km Hoehlensystemen und 1200 m Hoehenunterschied das groesste unterirdische System Italiens bildet.
Die meisten Hoehlen der apuanischen Alpen koennen nur von sehr erfahrenen Spelaeologen besichtigt werden, aber auch Touristen koennen sich einen Eindruck von den unterirdischen Oeffnungen verschaffen, wenn sie die Grotte des Windes besuchen, die dank ihrer Vielfaeltigkeit und der Farben der Kalkformationen sicherlich die eindrucksvollste ist. Fuehrungen ermoeglichen Rundgaenge von 1 bis 3 Stunden, auf denen man im Inneren der einzigen, fuer wenig und gar nicht erhahrene Besucher geoeffneten Hoehle einen Einblick in die Welt des Karstes erhaelt. Fuer erfahrenere Besucher und fuer Profi-Spelaeologen bietet die Grotta del Vento einen optimalen Ausgangspunkt fuer die Erkundung des weiten Hoehlenkomplexes, der zu den groessten Europas zaehlt.
Von Fornovalasco am Eingang zur Grotte beginnt auch der Weg, der zu einem der schoensten "natuerlichen Denkmaeler" Italiens, dem natuerlichen Bogen des Monte Forato, fuehrt. Der von den Witterungseinfluessen "geformte" Kalkfelsen hat eine Oeffnung mit einem Durchmesser von 30 m entstehen lassen, die gegen Abend die malerische Kulisse fuer einen Sonnenuntergang bildet.
Waehrend sich die apuanischen Alpen durch die Praesenz von zahlreichen endemischen Pflanzen auszeichnen, ist die dort ansaessige Tierwelt leider durch die wilde, uneingeschraenkte Jagd dezimiert wurden: es gibt keine Spur mehr von Baeren, Woelfen und Hirschen, aber hier leben noch der Koenigsadler, der auf den uneinnehmbaren Gipfeln nistet, das Rothuhn und die Gebirgsschwalbe.
Das Naturschutzgebiet Parco delle Apuane umschliesst eine aussergewoehnliche Vielfalt an Landschaften und bietet somit Wanderfreunden eine weitgefaecherte Auswahl: von Spaziergaegen durch sanfte Weideflaechen mit romanischen Pieven bis hin zu Klettertouren, die den Experten vorbehalten sind. Man sollte beachten, dass die apuanischen Alpen, auch wenn ihre Gipfel keine grossen Hoehen erreichen, auf Grund ihrer steinigen Beschaffenheit und der senkrechten Felswaende besondere technische Schwierigkeiten darstellen. Auch erfahrene Bergsteiger sollten sich von Fuehrern des Parks, die direkt an den Besucherzentren zur Verfuegung stehen, begleiten lassen.





















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